Kunden dürfen um Rabatt würfeln

(OLG Hamm; Urteil vom 17.6.2003, Az.: 4 U 46/03)
Eine Rabattaktion bei der die Kunden um die Höhe des Rabatts würfeln können, verstößt nicht gegen das Wettbewerbsrecht. Grundsätzlich ist die Werbung mit einem Gewinnspiel nicht zu beanstanden. Anders ist es, wenn der zu erzielende Rabatt so hoch ist, dass er die Kunden von einer Prüfung der Preiswürdigkeit der Angebote abhalten könnte. Oder gar eine besondere Anlockwirkung oder einen psychischen Kaufzwang entfaltet. Der Kaufentschluss des Kunden darf also nicht durch das Streben nach der in Aussicht gestellten Gewinnchance bestimmt werden, sondern muss noch aus sachlichen Gesichtspunkten erfolgen. Das Würfelspiel um die Rabatthöhe ist auch kein illegales Glücksspiel, weil von dem Kunden kein Spieleinsatz verlangt wird.